Sieben Sterbebegleiterinnen scheiden aus dem Aktiven Dienst der Hospizgruppe aus

11.12.2013

Die Hospizgruppe des Hospizvereins Tettnang hat sich im katholischen Gemeindezentrum St. Gallus zur Adventsfeier getroffen. Das Zusammensein in geselliger Runde, bei köstlichem Punsch und feinem Gebäck, ist alljährlich ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaftspflege für jene Damen und Herren, die den Dienst an sterbenden Mitbürgerinnen und Mitbürger in und um Tettnang ehrenamtlich tun. Kein Wunder, dass fast drei Viertel von ihnen zu diesem Abend in den Chorraum des Gemeindezentrums gekommen waren, den Ruth Mendler und ihr Team adventlich geschmückt hatten.

Natürlich gab es auch Regularien, Informationen und Termine abzuarbeiten. Konrad Fluhr, der Koordinator der Einsätze für die Sterbebegleitung, ließ das zu Ende gehende Jahr kurz Revue passieren, darunter freudige Ereignisse wie den Zuwachs an einsatzbereiten Sterbebegleiterinnen oder die weiterhin hohe Bereitschaft der Tettnanger, die Hospizarbeit zu unterstützen. Vorstandsmitglied Günther Peternek konnte von einer 550-Euro-Spende von Appenmaiers Adventsmarkt berichten. Leider musste aber auch an Trauriges erinnert werden, an den Abschied von bewährten Einsatzkräften.

Danach oblag es der stellvertretenden Vorsitzenden des Hospizvereins, Dr. Irmgard Schickel, sieben Sterbebegleiterinnen vom aktiven Einsatz zu entbinden – auf eigenen Wunsch, alters- oder krankheitshalber. Es sollte bewusst keine Verabschiedung oder Entlassung sein, weil man mit den vom aktiven Dienst Freigestellten ja in Verbindung bleiben und weiterhin bei ihnen noch Rat und Hilfe einholen möchte. Waren doch fünf von ihnen sogar von Anfang an, sprich seit der Gründung 1994, in der Hospizgruppe dabei und konnten so einen reichen Schatz an Kenntnissen und Erfahrung sammeln. Mit den Worten: „Sie haben sich rufen lassen, haben viele Jahre lang Ihre Zeit und Ihre Kraft sterbenden Mitmenschen und deren Angehörigen geschenkt und so Ihren Nächsten einen unersetzlichen Dienst erwiesen“, würdigte Schickel das vorbildliche bürgerschaftliche Engagement der Ausscheidenden. „Da Ihr Einsatz eigentlich den uns Menschen möglichen Dank übersteigt, könne man nur ‚Vergelt’s Gott!‘ wünschen.“ Als kleines Zeichen des Dankes wurde den von nun an „vom aktiven Einsatz Freigestellten“ ein Tettnang-Gutschein und ein Adventskalender der Kinderstiftung Bodensee überreicht. Auch nach dem Programm blieb man noch lange gesellig beieinander.

 

Bild zur Meldung: Konrad Fluhr (links) und Irmgard Schickel (Zweite von rechts) verabschieden Paula Glatthaar, Maria Kudrass, Meta Mayer und Maria Wagner aus den Reihen der aktiven Hospizmitarbeiterinnen. Bei der Verabschiedung konnten Elfriede Brielmaier, Hildegard Hund und Ruth Läufer nicht dabei sein. (Foto: gp