Mitgliederversammlung 2013

20.06.2013

Vorsitzender Seibert: Unsere Arbeit braucht viele Hände, die auffangen und halten

 

Mitglieder des Hospizvereins bestätigen in ihre Versammlung einstimmig den Vorstand – Gruppe erfährt zunehmend Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit

 

tettnang sz Bei der 7. Mitgliederversammlung des Hospizvereins Tettnang ist am vergangenen Mittwoch ein positives Fazit der Hospizarbeit des letzten Jahres gezogen worden. Ebenso wurde der bisherige Vorstand einstimmig bestätigt und Helmut Stirnad als Schriftführer gewählt, der damit das Amt von Annette Heß übernimmt, die aus Tettnang weggezogen ist.

 

In ihrem Rückblick schilderte die stellvertretende Vorsitzende Irmgard Schickel zunächst die recht positive Entwicklung von 120 auf 135 Mitglieder. Ein besonderes Gedenken galt den sieben 2012 verstorbenen Mitgliedern. Ebenso sprach der Vorstand allen Mitgliedern und Unterstützern seinen Dank aus: „Es ist so wichtig, dass durch Sie der Hospizgedanke in die Tat umgesetzt wird“, so Irmgard Schickel. Im Vorstand werden die Einsätze in der Sterbebegleitung mit Koordinator Konrad Fluhr besprochen und Treffen und Veranstaltungen mit der Hospizgruppe abgestimmt. Ein weiteres Augenmerk galt der Öffentlichkeitsarbeit, die über die Aktivitäten von Verein und Gruppe berichten soll, aber auch vor allem bekannt machen will, dass die kostenlose Sterbegleitung von allen Menschen in Anspruch genommen werden kann. Ebenso sei es ein dauerhaftes Anliegen, neue Vereinsmitglieder zu werben. Die Organisation von Veranstaltungen und Vorträgen sowie die Erarbeitung einer eigenen Homepage beschäftigten den Vorstand ebenso wie die ersten Überlegungen zum 20-jährigen Bestehen der Hospizgruppe im kommenden Jahr.

 

 

Manuela Pflumm stellte den Kassenbericht vor: Der Verein hat Ausgaben für den Koordinator, Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen und Einnahmen über Mitgliedsbeiträge und Förderbeiträge der Krankenkassen. Da diese nicht gezahlt werden, wenn der Begleitete in der Klinik ist oder privat versichert ist, ist der Verein sehr auf Spenden angewiesen. Dabei werde der Hospizverein inzwischen von der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen, da immer wieder Spenden eingingen, wie etwa die der Ministranten oder über den Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung, erläuterte Irmgard Schickel.

 

 

Koordinator Konrad Fluhr berichtete vom Wechsel innerhalb der Hospizgruppe: Eine ausgebildete Gruppe mit 14 neuen Sterbebegleitern verstärken nun die Hospizgruppe der ersten Stunde, von deren Mitgliedern alters- oder krankheitsbedingt immer mehr aufhören müssten. Eine weitere Gruppe werde im Sommer die Ausbildung beenden.

 

 

Dennoch seien von den aktuell 33 Mitgliedern der Gruppe nur 16 voll einsetzbar, darum sei es sicher notwendig, bald wieder auszubilden. Feststellbar sei, dass die Hospizgruppe derzeit zu mehr Einsätzen gerufen werde, die aber immer kürzer ausfallen würden. Diese Einsätze werden regelmäßig in der Gruppe reflektiert. Auch würden Fortbildungen für Gruppe und Koordinator besucht.

 

Michael Hagelstein, der die Entlastung des Vorstands vornahm, stellte fest, dass die Professionalisierung die Hospizarbeit in Tettnang auf solide Füße gestellt habe und so Sterbebegleitung in größtmöglicher Würde, Sicherheit und Geborgenheit geleistet werden könne. „Die Hospizgruppe leistet eine wichtige Arbeit, deren Akzeptanz sich auch bei Mitgliedern und Spenden niederschlägt“, so Hagelstein.

 

Vorsitzender Reinhold Seibert bedankte sich für die einstimmige Bestätigung des Vorstands: „Danke für die erhobenen Hände. Unser Verein braucht viele Hände, die hochgehen und halten.“

 

Quelle: Schwaebische Zeitung

 

Bild zur Meldung: Foto: Tanja Buchholz