Eine gute Gemeinschaft will gepflegt sein

01.12.2015

Verabschiedungen bei der Adventsfeier der Hospizgruppe Tettnang – Erfahrungsaustausch bei Sterbebegleitern. Tettnang (gp) Dass in der Gruppe der in und um Tettnang Hospizdienst leistenden, ehrenamtlichen Damen und Herren ein guter, offener Geist herrscht, hat man nicht nur allenthalben hören können. Man spürte es, die Anwesenden waren am Dienstag sehr gern gekommen, sie suchen und genießen diese Gemeinschaft. Der Koordinator des Hospizdienstes, Konrad Fluhr, konnte fast alle aktiven Mitarbeiter und ehemalige zum Adventshock begrüßen.

 

Ein Team um Ruth Mendler und Theresia John hatte den Chorraum des katholischen Gemeindezentrums adventlich geschmückt. Auf jedem Platz lag eine schön verpackte „Merci“-Kugel. Eine Atmosphäre – wie geschaffen für gesellige Unterhaltung nach dem Motto „weißt du noch, wie das damals war, als…“, aber auch für tiefe Gespräche über das eigene Befinden und über Erfahrungen, die man als Sterbebegleiter so macht. Natürlich war auch die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation mit den in Deutschland Asyl suchenden Menschen ein Thema. Wohltuend, dass nicht polarisiert und stigmatisiert wurde, dass die Bereitschaft, nach Kräften helfen zu wollen, geäußert werden konnte, so wie die Besorgtheit, ob die Aufgabe zu schaffen sein wird und wie sehr sie unser Land verändern wird. Mit Gedichten und Geschichten stimmten Anja Hänsler und Konrad Fluhr in den Advent ein.

Eine Frau der ersten Stunde

 

Traditionell gehören zu diesem Adventsabend auch aktuelle Informationen, so zum Beispiel, dass im Januar sechs neu ausgebildete Mitarbeiterinnen in den aktiven Hospizdienst einsteigen werden.

 

Mit einem stillen Gedenken wurden die drei im vergangenen Jahr verstorbenen Mitarbeiterinnen im Hospizdienst, Helga Bernhard, Barbara Eberle und Gerda Nestle, geehrt. Leider musste Konrad Fluhr an diesem Abend auch zwei Mitarbeiterinnen aus dem aktiven Dienst verabschieden. Aus gesundheitlichen Gründen scheidet Margot Sauter aus, die 1994 zu den Frauen der ersten Stunde gehörte, somit maßgeblich an der Formung des Hospizdienstes in Tettnang mitwirkte und „mit ihrer positiv frohen Ausstrahlung der Gruppe echt guttat“.

 

Christiane Schiller, die erst 2013 ihre Ausbildung für den Hospizdienst abgeschlossen hat, bedauerte sehr, dass sie „aus beruflichen und familiären Gründen“ um ihre Entlassung bitten müsse. Da sie eine Stelle in einem Altenheim gefunden habe, begleite sie das Thema „Sterben und Tod“ natürlich weiter.

 

Quelle: Schwaebische Zeitung

 

Foto von Günther Peternek
 

Bildunterschrift:
Mit Dank und einer Ehrung wurden Margot Sautter und Christiane Schiller verabschiedet; auf dem Foto eingerahmt von Konrad Fluhr und Bianka Mosch, den beiden Koordinatoren des ambulanten Hospizdienstes des Hospizvereins Tettnang.
 

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Bild zur Meldung: Mit Dank und einer Ehrung wurden Margot Sautter und Christiane Schiller verabschiedet; auf dem Foto eingerahmt von Konrad Fluhr und Bianka Mosch, den beiden Koordinatoren des ambulanten Hospizdienstes des Hospizvereins Tettnang.(Foto: Günther Peternek)